Warum wirkt sich Milch so negativ auf den Zustand unserer Haut aus?

Als ich mich mit diesem Thema vor einigen Jahren beschäftigt hatte, stellte ich erschrocken fest, dass etwa 60-80 Prozent der Bevölkerung in allen Altersgruppen von Akne betroffen sind. Es gibt viele Faktoren wie Stress, Vermehrung von Bakterien (Propionibacterium Acnes), hormonelle Störungen und Gene, die dafür verantwortlich sein können, aber leider auch unsere Ernährung. Eines der Produkte, von denen angenommen wird, dass es sich negativ auf den Hautzustand auswirken kann, ist Kuhmilch (und daraus hergestellte Produkte).


Warum geschieht dies? Durch IGF-1

In der Milch sind viele Wachstumshormone enthalten. Dieses spezielle Hormon ist der insulinähnliche Wachstumsfaktor IGF-1, der zu einer schnelleren Hautalterung, erhöhten Mengen abgestorbener Hautzellen und schwerer Akne führen kann. Entgegen der landläufigen Meinung wird dieser nicht während der Pasteurisierung, Homogenisierung oder durch Verdauung abgetötet, sondern zirkuliert im Blutkreislauf. IGF-1 beeinflusst zusammen mit Insulin die Produktion männlicher Hormone im Körper, deren Überschuss eine erhöhte Talgproduktion verursacht. Zusätzlich kann das Wachstumshormon die Vermehrung von Epidermiszellen, sogenannten Keratinozyten, auslösen, was auch mit der Bildung von Akne verbunden ist.


Das Haupthormon, das die Talgsekretion stimuliert, ist Testosteron oder eigentlich sein Derivat - Dihydrotestosteron, kurz DHT. Es ist ein Hormon, das natürlicherweise in Milch vorkommt. Die Talgdrüsen sind mit Androgenrezeptoren ausgestattet, die in Kombination mit Androgen die Talgsekretion stimulieren.

Eine erhöhte Talgproduktion fördert das Wachstum der darunter liegenden Bakterien

Milch aktiviert die Insulinsekretion durch die Bauchspeicheldrüse. In den meisten Fällen verursachen höhere Konzentrationen mehr Akneprobleme. Aus diesem Grund sollten zu Ekzemen neigende Personen alle Lebensmittel meiden, die einen Insulinanstieg auslösen. Dazu gehören neben Milch auch raffinierte Zucker- und Getreideprodukte. Sie verwandeln sich in Glukose und gelangen sehr schnell ins Blut, wodurch die Bauchspeicheldrüse gezwungen wird, schnell Insulin zu produzieren, um den Blutzuckerspiegel zu senken.


Wenn wir ein Körperteil verletzen oder krank werden, bekämpft unser Körper Entzündungen - als Reaktion darauf treten Rötungen und Schwellungen im beschädigten Bereich auf. Das gleiche passiert, wenn Akne verursachende Bakterien in die Poren eindringen. Ihr Körper spürt den Feind auf und seine natürliche Reaktion ist sich zu wehren. Dies ist normalerweise die gewünschte Reaktion, aber für jemanden, der an Akne leidet, kann dies ein großes Problem sein!


Akne kann viele Ursachen haben

Es muss nicht unbedingt eine Laktoseintoleranz sein, aber ich schreibe darüber, damit Menschen, die ein Problem mit der Haut haben, dies berücksichtigen können. Ich wage nicht zu schreiben, dass Sie keine Milch konsumieren sollten, aber vielleicht lohnt es sich, den Konsum einzuschränken. Beobachten Sie Ihre Haut, wie sie sich verhält, nachdem Sie ein Glas Milch getrunken oder eine Schüssel Cornflakes mit Kuhmilch gegessen haben.

Bei mir war es leider oft so, dass ich ein paar Tage nach dem Essen oder Trinken von Milch subkutane Pickel im Kinnbereich bekommen habe, die ziemlich lange zum Ausheilen brauchten. Aus eigener Erfahrung heraus versuche ich Kuhmilchprodukte zu vermeiden. Wenn Sie zu Akne neigen und Ihre Ernährung umstellen möchten, machen Sie das langsam. Es gibt heutzutage viele tolle, leckere Milchalternativen wie z.B. Ziegenmilch oder pflanzliche Produkte wie Hafer-/Mandelmilch, Reismilch oder Soja-Produkte. Da wird Ihnen der Verzicht auf Kuhmilch leichter fallen.